Weniger Wohlstand im Ruhestand

Generation 50+ muss deutlich mehr vorsorgen

Die Diskussion um die „Rente mit 70“ geht angesichts des tatsächlichen Renteneintrittsalters von aktuell gut 60 Jahren am Thema vorbei. Denn die „Best-Ager“, also jene Menschen, die heute 50 Jahre oder älter sind, wünschen sich, ihren Ruhestand früher zu beginnen. Doch wer vorzeitig aussteigt, den bestraft die gesetzliche Rentenversicherung. Der Druck, die eigene Altersvorsorge aufzustocken, wächst.

München, 16. März 2010 - Wer heute über 50 ist und noch im Arbeitsleben steht, hat sich an wachsenden Wohlstand gewöhnt. Trotz aller Krisen: Diese Generation hat – ganz anders als ihre Vorgänger – einen beispiellosen, nahezu ununterbrochenen wirtschaftlichen Aufstieg erlebt. Und daran orientieren sich auch ihre Ansprüche: Von der gewohnten Lebensqualität wollen diese Menschen auch später keine Abstriche machen. „Best Ager“ möchten nach einem intensiven Arbeitsleben nachholen, wozu bisher die Zeit fehlte – Reisen, Kultur …. Und sie wollen oft auch nicht mehr lange warten. 2009 gingen Männer und Frauen im Schnitt mit 60,7 Jahren in Rente.

Rente mit 67, Rente mit 70 …

Unsere Gesellschaft wird immer älter, und immer weniger Junge zahlen in die Rentenkassen ein. Vor drei Jahren wurde die schrittweise Anhebung der Altersgrenze auf 67 beschlossen. „Selbst heute sind sich nur wenige wirklich im Klaren darüber, was das für ihre Lebensplanung bedeutet“, sagt Constanze Hintze, Geschäftsführerin von Svea Kuschel + Kolleginnen. Ihr Unternehmen hat sich auf die Vorsorge- und Vermögensberatung von Frauen spezialisiert. „Für jeden Monat, den wir die gesetzliche Rente früher als vorgesehen beziehen, müssen wir einen Abschlag von 0,3 Prozent hinnehmen. Wer etwa 1960 geboren wurde und bereits ab 63 nicht mehr arbeiten will, bekommt 12 % weniger – sein Leben lang!“

Vergleicht man diesen Wert mit der insgesamt geleisteten Lebensarbeitszeit, wird deutlich, wie unverhältnismäßig hart sich diese Maßnahme auswirkt. Und sie wird nicht nur die treffen, die den Ruhestand von sich aus vorziehen möchten. Denn auch künftig wird wohl nur eine Minderheit bis zum Erreichen der offiziellen Altersgrenze arbeiten. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist angespannt und wird es wahrscheinlich bleiben. Auch wenn es ständig heißt, auf Können und Erfahrungsschatz der Älteren könne man nicht verzichten – eingespart werden häufig genau deren Jobs. Je älter man ist, desto schwerer ist es, noch einmal einen Arbeitsplatz mit vergleichbarem Gehalt zu finden. Schließlich: Auch wenn die Gruppe 60+ insgesamt gesünder ist als früher, hat doch nicht jeder die Kraft, bei der hohen Schlagzahl in der heutigen Arbeitswelt auf Dauer ohne gesundheitliche Probleme mitzuhalten.

Es ist eine Rentenkürzung. Und das ist noch nicht das Ende.

„Realistisch betrachtet“, meint Constanze Hintze „geht es beim höheren Renteneintrittsalter nicht darum, dass wir alle länger arbeiten. Es ist schlicht eine Maßnahme zur Entlastung der Rentenkassen.“ Sie ist überzeugt, dass weiter gespart werden wird. „Inzwischen kommen auf einen Rentner nur noch zwei aktive Beitragszahler. Wir können davon ausgehen, dass die Altersgrenze weiter angehoben wird.“

Der 91-jährige Altkanzler Helmut Schmidt muss keine Wahlkämpfe mehr gewinnen und sagt unverblümt, was er denkt. Er empfahl jüngst, den Rentenbeginn auf 70 zu verschieben.

Wovon leben Frauen und Männer im Alter?

89% der Menschen ab 65 bezogen im Jahr 2007 eine gesetzliche Rente – damit ist sie nach wie vor die wichtigste Geldquelle im Alter. Sie machte dabei 77 % aller bezahlten Alterssicherungsleistungen und 65 % des gesamten durchschnittlichen Einkommens im Alter aus.

Dazu kamen unter anderem noch Einkünfte aus betrieblicher Altervorsorge. Der Anteil der Zahlungen aus privaten Lebens- oder Rentenversicherungen war wesentlich niedriger. Solche Leistungen erhielten 4 % der Ehepaare sowie 2 % der Alleinstehenden. Die gesetzliche Durchschnittsrente betrug 848 Euro – bei Männern waren es allerdings 1.205, bei Frauen nur 577 Euro.

Constanze Hintze betont: „Wer ausschließlich oder vorwiegend auf die gesetzliche Rente angewiesen ist, dem droht Altersarmut – ganz besonders den Frauen“. Vielen Angehörigen der Generation 50+ ist das aber nicht bewusst – das erlebt Hintze häufig, wenn sie beim ersten Gespräch zum Kassensturz schreitet. 53 % der Kundinnen von Svea Kuschel + Kolleginnen sind über 50 Jahre alt. Frauen dieser Altersgruppe haben oft deutlich weniger verdient als die Männer, lange Familienpausen eingelegt, Teilzeit gearbeitet und nur selten in eine zusätzliche eigene Vorsorge einbezahlt. Zudem blicken Frauen im Schnitt auf 25, Männer aber auf 44 Erwerbsjahre zurück. Und sie haben nur halb so viel eigenes Vermögen wie die Männer. Speziell bei geschiedenen Frauen ist das Armutsrisiko hoch. Insgesamt gehören 65% aller Kunden des Unternehmens zur Gruppe zwischen 40 und 60. Hintze hat die Erfahrung gemacht, dass auch bei vielen Männern Handlungsbedarf besteht. Ein Problem gilt für beide Geschlechter: Durch die Folgen der Finanzkrise haben sie oft einen Teil ihrer Rücklagen fürs Alter verloren.

Auf keinen Fall verdrängen oder resignieren!

Constanze Hintze rät zu einer realistischen Bestandsaufnahme: „Was habe ich zu erwarten, welche Ziele habe ich – und was kann ich ab heute unternehmen, um sie zu erreichen?“ Beim einen geht es um eine bessere Absicherung im Alter, beim anderen darum, doch zum Wunschtermin aus dem Arbeitsleben aussteigen zu können. Hintze rät: „Prüfen Sie, ob sich für Ihre Altersvorsorge noch etwas abzweigen lässt. Vielleicht können Sie auch aus Erspartem Einmalzahlungen in eine private Rentenversicherung leisten. Wenn Sie ein Wertpapierdepot besitzen, prüfen Sie, ob es wirklich risikobewusst und flexibel aufgestellt ist.“ Wer als älterer Arbeitnehmer seinen Job verloren hat, kann seine Abfindung ganz oder teilweise in eine Altersvorsorge-Lösung investieren. Damit lässt sich wettmachen, dass die gesetzliche Rente durch Arbeitslosigkeit oder die schlechtere Bezahlung im neuen Job zurückgeht.

73% der Kundinnen und Kunden von Svea Kuschel + Kolleginnen sorgen mit einer privaten Rentenversicherung für ihr Alter vor. Vorsorge und Sicherheit sind auch die leitenden Ziele in den Wertpapierdepots: Rund 70% der Vermögensanlagen haben ein vergleichsweise niedriges Risikoprofil.

Die Finanzberaterin weiß aus Erfahrung: „Wer entschlossen handelt, kann oft noch viel erreichen. Auch wenn es nur noch ein paar Jahre bis zur Rente sind.“

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Quellen: Alterssicherungsbericht 2008 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Deutsche Rentenversicherung (12/2009); DIW Berlin (11/2009)

 

 

Über Svea Kuschel + Kolleginnen

Svea Kuschel + Kolleginnen ist das erste Finanzdienstleistungsunternehmen in Deutschland, das sich speziell an Frauen richtete. 1986 wurde es mit dem Ziel gegründet, Finanzthemen für Frauen besser zugänglich zu machen und die Beratung deutlich transparenter zu gestalten – damit nahm Gründerin Svea Kuschel schnell eine Vorreiterrolle ein und wurde zur Trendsetterin. Im Jahr 2011 wird das 25. Firmenjubiläum gefeiert.

Constanze Hintze, die im Sommer 2005 in das Unternehmen eingetreten war, hat mit dem Jahreswechsel 2009 die Geschäftsführung übernommen. Auch sie kann auf eine mehr als zwanzigjährige Karriere als Finanzexpertin zurückblicken. Über 15.000 Frauen haben bis heute die Dienste des Teams von Svea Kuschel + Kolleginnen in Anspruch genommen. Constanze Hintze wird als Expertin geschätzt und gibt ihr Wissen auch in Vorträgen, Seminaren, Artikeln und Büchern weiter. Im Juni 2008 erschien die überarbeitete Neuauflage des Buchs von Kuschel und Hintze: „Geld steht jeder Frau. Ein Wegbegleiter für eine reiche und sichere Zukunft“ (Allenburg Verlag).

Das Unternehmen hat Niederlassungen in München, Hamburg und in Oberursel.

 

 

Weitere Informationen:

Svea Kuschel + Kolleginnen

Finanzdienstleistungen für Frauen GmbH

 

Pressekontakt: Gabriele Lange

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Tel.: +49 - 89 - 54 54 38 - 24

Fax: +49 - 89 - 54 54 38 - 10

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www.svea-kuschel.de

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