Förderungen, Steuererleichterungen und Umverteilung – und überdies plant SPD-Bundesfinanzminister Olaf Scholz eine Garantie des Rentenniveaus bis 2040.  Gehört damit die Vorsorgelücke der Vergangenheit an? Wohl kaum.

Ihr erklärtes Anlageziel: Alterswohlstand.

Die Sorge um die Absicherung im Alter macht, so scheint es, vor niemandem halt (was aber leider nicht zwingend dazu führt, dass der Einzelne voller Tatendrang Gegenmaßnahmen ergreift). Deshalb ist es nicht überraschend, dass die Altersvorsorge im Mittelpunkt unserer Beratungen steht. Nahezu jede Geldanlageentscheidung unserer Kundinnen und Kunden wird mit Blick auf die eigene Vorsorge und die finanzielle Unabhängigkeit getroffen.

Das wird ganz sicher auch künftig so bleiben. Denn die gesetzliche Rente, noch immer wichtigster Grundpfeiler der Altersvorsorge der Deutschen, genügt zur Sicherung des Lebensstandards definitiv nicht aus. Daran wird auch die neue große Koalition nichts ändern. Im Gegenteil: Die Beschlüsse, die jetzt in den Sondierungen gefasst wurden, machen auf mich nicht den Eindruck eines generationenübergreifenden Rentenmanagements. Die Erweiterung der Mütterrente und die neue Grundrente werden nachfolgende Generationen noch zu spüren bekommen. Zudem soll das Rentenniveau nicht nur bis 2025, wie es im Koalitionsvertrag geregelt ist, bei 48 Prozent gehalten werden, sondern bis 2040. Das ist nach aktuellen Prognosen der Deutschen Rentenversicherung dank starkem Wirtschaftswachstum und damit gut gefüllter Rentenkassen für die nächsten fünf Jahre auch kein Problem. Aber wie es danach ausschaut, weiß niemand.

 

Private Vorsorge hat auch 2019 Priorität

Die gesetzliche Rente ist sicher, wird aber nie wieder mehr das Niveau einer Vollabsicherung erreichen. Private Vorsorge hat deshalb Priorität, besonders da vor allem jüngere Menschen das Thema unterschätzen, verdrängen oder falsch angehen. Ohnehin ist es das Wichtigste, mit der Altersvorsorge möglichst frühzeitig anzufangen.

Ich möchte deshalb an dieser Stelle nochmals für die vielen Möglichkeiten werben, Vermögen aufzubauen. Die viel und aus meiner Sicht zu oft zu Unrecht gescholtene Riester-Rente ist für bestimmte Sparer genau das Richtige. Die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge, die mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz ab 2018 noch interessanter werden, nutzen leider immer noch zu wenige – vor allem Frauen. Und mit einer Vermögensanlage in Aktien sind alle Anleger, die Zeit mitbringen, gut beraten. Machen Sie Ihre private Vorsorge also zur Chefsache: Ihr Anlageziel heißt ab heute Alterswohlstand!