Kapitalmärkte 2026: Börsenstart gelungen, Stimmung verhalten.

Der Auftakt ins neue Börsenjahr ist in Summe zunächst verlaufen. Die gute Aktienmarktentwicklung des Vorjahres setzte sich zunächst fort – bis die jüngsten geopolitischen Auseinandersetzungen diesen Trend zunächst beendeten. Der militärische Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat erwartungsgemäß zu erhöhter Unsicherheit und Kursschwankungen geführt. Unsere Erfahrung zeigt jedoch: Solche Ereignisse lösen häufig unmittelbare Schwankungen aus, haben aber selten langfristige Auswirkungen Folgen für Konjunktur, Unternehmensgewinne oder die Geldpolitik.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das weltweite Wachstum könnte trotz der jüngsten Ereignisse in Nahost stabil bleiben – die weitere Ölpreisentwicklung ist entscheidend
  • Aktuelle Berichtssaison: US-Unternehmen im Gewinn- und Umsatzwachstum vor europäischen Firmen
  • Der Markt evaluiert die künftigen Gewinner und Verlierer der KI-Entwicklung
  • Volatilität ist angestiegen, eröffnet aber neue Einstiegschancen
  • Aktive Auswahl und breite Diversifikation entscheiden über Rendite und Risiko

„Politische Börsen haben meist kurze Beine“
Solange die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen intakt und die Fundamentaldaten der Unternehmen überwiegend solide sind, sehen wir keinen Trendwechsel. Unsere langfristig ausgerichtete Strategie, breit zu diversifizieren und auf qualitätsstarke Unternehmen zu setzen, bewährt sich auch in der aktuellen Lage. Wichtig ist zudem: Eine Aktienanlage hat immer einen langfristigen Charakter. Kurzfristige Schwankungen gehören unvermeidlich dazu – entscheidend ist der Blick über den Tag hinaus. Gerade in solchen Phasen entstehen häufig sogar neue Chancen.

Branchenrotation im Gang
Eine deutliche Branchenrotation sorgte in den letzten Wochen für zusätzliche Bewegung. Während einige klassische Konsum- und Industriewerte wiederentdeckt werden, gerieten IT‑Titel im Zuge der Berichtssaison unter Druck. Die neue Sorge ist, dass Künstliche Intelligenz (KI) bestehende Softwarelösungen ersetzt.

Selbst erstklassige Marktführer wie Microsoft, SAP oder Oracle haben sich von ihren Höchstständen teilweise deutlich entfernt – ohne dass sich Grundlegendes an ihrer Marktstellung oder den langfristigen Wachstumsperspektiven geändert hätte. Zudem ist die Bewertung der Titel nicht hoch. Vielmehr bieten sich jetzt attraktivere Einstiegskurse als noch vor wenigen Monaten. In einem Umfeld geopolitischer Spannungen und unklaren Wachstumsaussichten reagiert der Markt selbst auf singuläre Nachrichten und kleinste Abweichungen bei den Prognosen. Die erhöhte Marktdynamik erlaubt es aktiven Managern, gezielt Positionen aufzubauen. Für langfristige Anlegerinnen und Anleger eröffnen sich dadurch aber eher neue Einstiegschancen.

Die Erfolgsgeschichten bleiben
Unter dem Strich halten wir am Kapitalmarktausblick fest. Das makroökonomische Umfeld bleibt konstruktiv: solides globales Wachstum, moderate Inflation, unterstützende Geldpolitik. Das globale Wachstum dürfte in diesem Jahr auf dem soliden Niveau von 2025 liegen. Unterstützend wirken weiterhin die niedrigen Zinsen vieler Zentralbanken sowie die expansive Fiskalpolitik in den USA und in Deutschland.

Die Quartalsberichterstattung Q4/25 fiel in Summe solide bis gut aus – sowohl bei Umsatz- als auch bei Gewinnentwicklung. Viele der aktuellen Kursreaktionen sind daher weniger Ausdruck fundamentaler Schwäche als vielmehr das Resultat erhöhter Erwartungen und einer sensiblen Marktpsychologie. Allerdings überzeugen die US-Unternehmen (erneut) einmal mehr gegenüber ihren europäischen Pendants. Ein anhaltend schwächerer US-Dollar könnte zudem als positiver Katalysator im weiteren Verlauf des Jahres wirken. In Europa könnten Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben zusätzliche Wachstumsimpulse setzen und damit den Börsen Auftrieb geben. Dies immer unter dem Vorbehalt, dass die Eskalation im Nahen Osten nicht ausgeweitet wird und der Ölpreis von seinem zwischenzeitlichen Hoch wieder zurückkommt.

Volatilität gehört zum Kapitalmarkt – und dennoch spricht alles für Aktien
Die konjunkturelle Großwetterlage spricht nach wir vor für eine breit diversifizierte Übergewichtung von Aktien, wenngleich wir in den kommenden Wochen mit einer erhöhter Schwankungsanfälligkeit rechnen. Derartige Kurskorrekturen und auch Branchenrotationen sind kein Risiko, sondern natürliche Bestandteile gesunder Börsen. Wer – wie in unseren Strategiedepots – breit gestreut investiert ist, kann diese Schwankungen gelassen betrachten. Entscheidend für den Anlageerfolg ist 2026 mehr denn je ein selektives Vorgehen und eine aktive Aktienauswahl, denn wie wir sehen: in jedem Segment gibt es Gewinner und Verlierer. Mit einem aktiven Managementansatz gelingt es, Ihr Vermögen flexibel an neue Entwicklungen anzupassen und optimal auszurichten. Rendite entsteht durch Auswahl und Disziplin – genau das ist unser tägliches Handwerk.

Stand 23.02.2026, aktualisiert 05.03.2026

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